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10.04.2021

Meine neue Postcast-Folge ist da – Interview mit der Brautmodenexpertin & Unternehmerin Meike Buschening-Kaffenberger, bekannt aus der VOX-Sendung „Zwischen Tüll und Tränen“

In dieser Folge erfährst Du:

👉wie Meike zum Fernsehen gekommen ist

👉warum die Liebe Meikes Herzensthema ist

👉wie sie zum Brautmodenverkauf kam

👉warum Veränderungen und neue Wege im Leben unseren Mut und unseren Selbstwert (heraus-)fordern

👉wie Du mit Kreativität Deiner Botschaft Ausdruck verleihen kannst

👉wie Du mit Umdenken und positivem Denken Krisen besser bewältigen kannst

👉warum soziales Engagement für andere gerade in Krisen nicht vergessen werden darf

👉warum Meikes Unternehmen aufgrund des Corona bedingten Lockdowns existenziell bedroht ist und sie die Lebensgrundlage für neu entwerfen lernt

Die Episode ist wie immer auf Apple Podcast, Spotify https://open.spotify.com/episode/6eN4JdA6l9d1Wd9Gxqfxg8, Podcast & Castbox und natürlich hier unter https://huebschen-coaching.de/podcast/

zu hören.

Ich wünsche Dir viel Spaß und interessante Erkenntnisse!

Deine Martina

09.03.2021

Neue Podcastfolge am 13.03. – Diesmal zu mir persönlich

In der neuen Episode erzähle ich von mir persönlich, aus meiner Biografie, von Schicksalsschlägen in meiner frühen Kindheit in meiner Familie, beruflichen und privaten Krisen und wie ich einen Weg gefunden habe, damit umzugehen und der Mensch zu werden, der ich heute bin.

Ich spreche darüber

  • wie der Verlust eines engen Familienmitglieds mich nachhaltig geprägt hat
  • wie ich durch eine Familienaufstellung gelernt habe, mein Herz für die Lebensfreude und das Glück neu zu öffnen
  • warum Veränderungen im Außen bei uns selbst anfangen
  • warum es für mich wichtig war, meinen Anteil an manchen schwierigen Situationen zu erkennen und eigenverantwortlich das Thema in die Hand zu nehmen und durch klare Entscheidungen (Trennen von Partner, Trennen von Stelle) wieder in meine Kraft zu finden
  • wie sich mein Einstehen für mich selbst und das Folgen meiner inneren Stimme positiv auf mein Leben ausgewirkt haben und
  • warum ich meine berufliche Erfüllung gefunden habe in der Aufgabe, Menschen zu begleiten auf ihrem Weg der Veränderung

Die neue Episode findest Du hier unter www.huebschen-coaching.de/podcast oder unter

Apple Podcasts, Spotify, Podcast & Castbox. Ich danke Dir für Dein Zuhören.

Deine Martina

Foto: Martina Hübschen

27.02.2021

Neue Podcastfolge da – Interview mit dem Kriminologen & Führungskräfte-Berater Jens Weidner

In der heutigen Episode bekommst Du interessante Hintergründe zu der Biografie von Professor Dr. Weidner und warum ihn das Thema „positive Aggression“ sowohl als Kriminologe als auch als Pädagoge so fasziniert. Er berichtet, wie er es dank seines Ehrgeizes zum heutigen Erfolg geschafft hat, obwohl ihm als Schüler eine alles andere als gute Prognose in Aussicht gestellt wurde.

 

Du erfährst diesmal vor allem

  • wie Du beruflich brenzlige Situationen meisterst
  • warum Netzwerke und Allianzen unerlässlich für den Erfolg sind
  • warum es so wichtig ist, das Geflecht menschlicher Beziehungen in der Arbeitswelt und in Unternehmensstrukturen zu durchblicken und zu verstehen und
  • wie Dich Durchhaltevermögen, Optimismus und Fairness mit einem gewissen Biss beruflich zum Erfolg führen können
  • wie Du trotz der Corona-Pandemie an Deinen Zielen dranbleibst.

 

Seine Vita:

Prof. Dr. phil. Jens Weidner (Jg. 1958) lehrt seit über 25 Jahren Kriminologie und Sozialisationstheorie an der Fakultät für Wirtschaft und Soziales der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. Er ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder.

Er arbeitete mit Gangschlägern in Philadelphia und behandelte zehn Jahre lang Kriminelle für die deutsche Justiz. Er entwickelte das Anti-Aggressivitäts-Training (AAT®) für Gewalttäter mit dem heute über 2000 Aggressive in vier Ländern behandelt werden und ist Miteigentümer des Deutschen Instituts für Konfrontative Pädagogik.

Gleichzeitig untersucht er seit zwei Jahrzehnten Machtspiele im Business und lehrte darüber am Schweizer Gottlieb Duttweiler Institut für Wirtschaft und Gesellschaft.

Heute doziert er für das London Speaker Bureau und arbeitet als Management-Trainer am Schranner Negotiation Institute in Zürich. Sein Spezialgebiet: die Förderung der Durchsetzungsstärke und positiven Aggression bei Führungskräften.

Prof. Dr. Weidner ist Vorstand des Hamburger Clubs der Optimisten und Autor des Wirtschafts-Bestsellers „Die Peperoni-Strategie. So setzen Sie Ihre natürliche Aggression konstruktiv ein“, der 33 Wochen Platz 1 im Wirtschaftsbuch-Ranking der Financial Times belegte. Sein letztes Buch war der Campus Ratgeber „Optimismus. Warum manche weiterkommen als andere“, es ist 2017 erschienen. Weidners Ansatz ist, die latent pessimistischen Deutschen zu „Best-of-Optimisten“ zu motivieren, damit sie noch erfolgreicher werden.

Aktuell schreibt Laura Kellermann zusammen mit ihm an einem neuen Buch „Das Federleicht-Prinzip“, das in Kürze erscheinen wird.

Wenn Du den Podcast anhören möchtest, gehe einfach unter www.huebschen-coaching.de/podcast Abonnieren kannst Du ihn unter Apple Podcasts, Spotify oder Podcast.

Ich wünsche Dir gute Unterhaltung und spannende Einblicke!

Deine Martina

11.02.21

Meine Ethik und Haltung als Coach

Heute möchte ich mit Euch meine Haltung als Systemischer Coach teilen, meine Ethik für mein Handeln in meinem Beruf.

Inspiriert hat mich dazu ein Gespräch gestern wegen eines potenziellen Outplacement-Auftrags mit einem Headhunter.

Gesucht sind speziell systemische Coaches, um an MitarbeiterInnen heranzutreten, die man langfristig „aussortieren“ möchte. Die u.a. „zu starr“ seien. Diejenigen wollen aber gar nicht gehen. Warum auch? Wo ihre guten Gehälter doch weiter laufen und gezahlt werden.

Nein, ich möchte und kann NICHT vor meinen ethischen Grundsätzen als systemischer Coach diese Mitarbeiter, die eigentlich keine Begleitung wünschen, dabei unterstützen, sich doch zu überlegen, einen anderen Job außerhalb dieses Konzerns, zu suchen.

Meine Arbeit als Coach basiert darauf, dass der Klient freiwillig bei mir ist und aus eigenem Wunsch/Antrieb, weil sie/er etwas verändern möchte, beruflich oder privat.

Wenn ich für Firmen arbeite, dann unter der Voraussetzung, dass das Coaching des Teams/ Mitarbeiters dazu dient, das Team/ihn/sie auf seinem/ihren Weg positiv zu unterstützen und zu noch besserer Potentialentfaltung zu verhelfen.

Eure Martina Hübschen

 Mein Podcast „Raus aus der Krise, rein in Deine Kraft“ für Dich startet am 13. Februar 2021

 

Ich spreche mit der Autorin Carla Berling, wie sie ihren Weg durch Krisen gemeistert hat und zur bekannten Autorin wurde

 

Carla Berling

Fotonachweis: (C) Heyne Verlag, München

Was erfährst Du in dieser ersten Episode?

  • Du erfährst welche beruflichen Krisen, gesundheitliche Rückschläge und private Verluste Carla erlebt und wie sie sie bewältigt hat.
  • Du schaust hinter die Kulisse einer Autorin und welchen oft steinigen Weg Carla gegangen ist, um sich ihren Traum vom professionellen Schreiben zu erfüllen.
  • Carla verrät, mit welchen Eigenschaften sie ihren Weg gegangen ist und was ihr geholfen hat, um immer wieder zurück in ihre Kraft zu kommen und ein glückliches Leben zu führen.

Besonders beeindrucken Carlas Bescheidenheit und ihre eiserne Disziplin, die ihre Markenzeichen sind und sie durch Täler hindurch navigiert haben.

Ihre Vita:

Geboren 1960 als Peggy Wehmeier, wuchs sie auf einem westfälischen Bauernhof auf. In der Babypause ihres ersten Kindes begann sie mit ersten Schreibversuchen und fand dann den Quereinstieg als freie Mitarbeiterin bei einer Tageszeitung. Einblicke in mehrere Berufe folgten. Auch als Moderatorin fürs Fernsehen war sie schon tätig. Sie arbeitet und lebt mit ihrem Mann in Köln und hat zwei erwachsene Kinder aus erster Ehe.

Ihre Werke:

Carla Berling hat mehrere Bücher veröffentlicht – darunter Romane, Satiren und Kurzprosa. Hier ein Auszug:

Ihr Roman „Der Alte muss weg“ ist mittlerweile in der 5. Auflage erschienen. Ihr ironischer Schreibstil und ihre menschelnde Skizzierung der Charaktere erfreut sich trotz der Corona-Pandemie großer Beliebtheit bei ihren Lesern.

Ihr neuestes Buch „Was nicht glücklich macht, kann weg“ erscheint im September dieses Jahr im Heyne Verlag. Carla Berling: Was nicht glücklich macht, kann weg. Heyne Verlag (Taschenbuch) (randomhouse.de)

Mehr Informationen gibt es unter www.carla-berling.de

 

Mein Podcast erscheint alle 2 Wochen samstags mit einer neuen Folge.

10. Januar 2021

Der weitere Lockdown, seine Folgen für Dich und mögliche Erstmaßnahmen

Der Lockdown trifft derzeit viele hart. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit, wo wir mehr Zeit drinnen bzw. zuhause verbringen und es aufgrund der Corona bedingten Einschränkungen wenig Ausweichmöglichkeiten gibt wie mal ins Café/ Restaurant/Kino etc. zu gehen oder Freunde und Familie ohne Weiteres zu besuchen.

Der Lockdown geht weiter und in Deinem Zuhause bzw. Umfeld wird es zunehmend schwierig aushaltbar für Dich?

  • Es gibt zu wenig (Rückzugs)Raum und Ruhe zuhause, wenn Kinder Homeschooling machen und Eltern im Homeoffice arbeiten? Weil man mehr aufeinandersitzt und weniger Luft zum Atmen hat? Oder einer der Partner ist in Kurzarbeit oder arbeitslos geworden, ist dadurch auch zuhause und finanzielle Sorgen belasten zusätzlich?
  • Oder Du lebst in einer Patchworkkonstellation unter einem Dach, wo es bereits vor Corona Konflikte zwischen dem Kind/ den Kindern des Partners/ der Partnerin und Dir gab? Konflikte, die nun (noch) größer und wegen der Corona bedingten Einschränkungen noch schwerer zu lösen werden, dass Du am Liebsten weglaufen oder Dich woanders „hinbeamen“ würdest?
  • Du bist einsam, egal ob als Single, alleinerziehend oder in einer Beziehung? Du hast wenig Menschen zum Reden oder Du kannst mit Deinem Partner nicht darüber sprechen, da er/ sie eine andere Meinung hat oder gar selbst von der Lage betroffen ist, die Dich aber sehr belastet?

Was/ wer kann ggf. helfen?

Überlege einmal genau, mit wem Du über Deine Sorgen sprechen kannst. Gibt es einen Menschen, dem Du vertraust, der gut zuhören kann und sich für Dich Zeit nimmt?

Wie und mit wem lässt sich für manche Themen Abhilfe bzw. Entlastung für Dich erreichen?

Sind es Themen, wo ein Psychologe auf Dauer mit Dir dran arbeiten sollte? Oder an denen Du mit einem Coach vertrauensvoll arbeiten könntest (wenn keine Erkrankung vorliegt), um Deine Situation zu verbessern bzw. zu verändern?

Oder bist Du jemand, der lieber anonym Hilfe sucht, etwa bei der Telefonseelsorge? Auch das ist möglich, Hauptsache Du gehst den ersten Schritt und suchst Dir Beistand.

Welche ersten Maßnahmen können im Lockdown nachhaltig helfen?

  • Oft helfen auch schon kleine Maßnahmen, Situationen zu entschärfen: Zum Beispiel Abstand gewinnen von der Lage drinnen, indem Du mal eine Runde allein oder mit einer Freundin spazieren gehst und den Kopf frei bekommst und etwas mehr in Deine Balance gelangst durch die Bewegung.
  • Oder Du richtest Dir in einem Raum (und sei es das Schlafzimmer) eine Meditationsecke ein, wo Du Dich zurückziehen kannst zum Meditieren und zur Ruhe in Deinem Inneren zu kommen.
  • Wenn es nicht möglich ist wegen der Kinder, in Ruhe zu arbeiten, überlege Dir ernsthaft, ob Du für die Zeit des Lockdowns einen Büroraum am Tag anmietest oder eine Wechselnutzung mit einem anderen denkbar ist. Hauptsache, das ruhige Arbeiten ist gewährleistet.
  • Gibt es für Dich passende Netzwerke (aktuell eher in den sozialen Medien) zu Themen, die Dich bewegen und zu denen Du Austausch suchst? Stöbere einfach einmal, was Dich anspricht und womit Du Dich wohlfühlst. Eine Anlaufstelle für den gegenseitigen Austausch zu haben, beugt auch einer möglichen sozialen Isolation vor, die jetzt eher eintreten kann bei zunehmender Arbeit im Homeoffice, bei Arbeitslosigkeit, weniger realen Treffen, weniger gesellschaftlich möglichem Leben aktuell.
  • Du kannst Deine Freunde/ Familie nur eingeschränkt treffen und sehen? Das fehlt Dir sehr. Dann verabrede Dich online etwa über Skype oder Zoom oder zu einem Videotelefonat. So seht ihr Euch wenigstens und das ist eine andere Qualität für viele als das reine Hören beim Telefonieren.

Es gibt noch viele andere Themen, die im Lockdown belasten können. Was beschäftigt Dich?

Schreibe mir gerne an [email protected], was Dich nicht zur Ruhe kommen lässt und zu welchen Themen Du Dir Impulse wünschst.

Neujahr 2021

 23. Dezember 2020 

Liebe LeserInnen,

was siehst und fühlst Du, wenn Du auf dieses Jahr zurückschaust? Viele Berge gesehen, viele Aufgaben angegangen, vielleicht Erfolge und/ oder auch Rückschläge erlebt? Begegnungen gehabt, die Dich inspiriert haben, zum Nachdenken angeregt, Dir neue Aufgaben mitgegeben haben, Themen, die Du noch für Dich klären möchtest?

Mein Körper sagt mir gerade klar, Du brauchst jetzt mal eine Pause, gönn Dir etwas Ruhe zwischen den Jahren. Nimm Dir Zeit, um die Batterien neu aufzutanken und neue Kraft zu verspüren für die Dinge, die 2021 auf mich bereits warten.

Und was sagt Dein Körper? Hörst Du auf ihn und was tust Du ihm Gutes?

Diese Zeit zwischen den Jahren finde ich sehr besonders und wie geschaffen zur inneren Einkehr. Ich habe in den letzten Jahren kleine Rituale für Außen und Innen für mich entdeckt: Ich räume meinen Schreibtisch bewusst auf, Altes wird weggeworfen, Aufgaben auf einen Platz sortiert, Belege für die Steuer vorsortiert. Aufgaben im Außen eben.

Und für mein Inneres? Da reflektiere ich die vergangenen 12 Monate, schreibe einen Brief an das Jahr 2020: Wofür bin ich dankbar? Was hat mich Energie gekostet? Was möchte ich hinter mir lassen und wie kann mir das gelingen? Wie kann ich noch besser für Euch da sein und auf Eure Anliegen eingehen und Euch zu Eurer Kraft verhelfen?

Vielleicht magst Du auch einen Brief an das vergangene Jahr schreiben und Deine besonderen Momente noch einmal klar vor deinem inneren Auge Revue passieren lassen. Oder was ist Dein Ritual, um das alte Jahr zu verabschieden und dem neuen entgegenzugehen?

Was möchtest Du im neuen Jahr endlich angehen?

Welches Thema liegt Dir auf dem Herzen, das Du Dir 2021 anschauen möchtest, um mehr Selbstwert zu erfahren, zufriedener zu werden, mehr in Deine Kraft zu kommen, Deine Potenziale zum Strahlen zu bringen, Deinen Zielen näher zu kommen oder sie gar Realität werden zu lassen?

Ich wünsche Dir für die Tage zwischen dem alten und neuen Jahr Momente des Innehaltens und der Ruhe, um Energie zu sammeln & Dich auszurichten für das, was in der nächsten Zeit vor Dir liegt.

Alles Liebe dafür und möge Dein Herzenswunsch in 2021 Realität werden!

Herzlichst,

Deine Martina

2. Dezember 2020

Wie kleine Gesten bereits unser Miteinander verändern

Ich saß heute beim Arzt zur Blutabnahme. Ich hasse Blutabnahmen. Aber es nutzt ja nix, wenn unsere rote Flüssigkeit viel über uns an Informationen bereithält. „Da muss ich jetzt durch“, denke ich widerwillig und versuche mich zu motivieren, „Du bist ja ruck zuck fertig damit!“.

Der Assistent, der mir mit dem Butterfly – eine angenehmere Methode zum Blutabzapfen als mit den dickeren Kanülen – Blut abnehmen soll, wirkt fahrig. Erst rennt er mit dem Butterfly, den er schon bereitgelegt hat, ins Nachbarzimmer, dann kommt er ohne diesen wieder.

Die andere Ärztin kommt rein, grüßt mich nett und sucht wohl auch was, fragt ihn, er hat aber keine Antwort. Dann sucht er etwas auf der Anrichte, findet es wohl nicht, verschwindet wieder, um nach langen 10 Minuten mit diversen Infusionsutensilien zurückzukehren. Die bringt er ins Nebenzimmer. „Hm, da wird wohl gleich jemand eine Infusion gelegt“, geht mir durch den Kopf. „Äh, wann nimmt er mir denn nun das Blut ab, damit ich wieder nach Hause gehen kann?“

Er richtet was im Nebenzimmer für einen anderen Patienten her. Nun kommt er zu mir: „Jetzt nehmen wir Ihnen das Blut ab, Frau Hübschen!“ Gesagt, getan, – routiniert schreitet er zur Tat. Das Blut ist im Röhrchen, er wirkt immer noch nervös, wirft etwas weg, ich vermute den benutzten Butterfly, dann wühlt er in einem schwarzen Täschchen, indem wohl die Blutröhrchen für den Labordienst gesammelt werden.

Ich würde ihn gerne beruhigen und gebe meinem Impuls nach, ihn kurz am Arm zu berühren, während ich ihn frage: „Ist alles in Ordnung? Sind ja krasse Zeiten und viel zu tun für Sie!“ Er nickt: „Ja, das stimmt, alles konzentriert sich auf mich hier, ich muss an alles denken!“ Damit meint er wohl die Tatsache, dass er allein Labor und das ganze Drumherum organisieren und an Vieles denken muss.

Ich frage ihn, was er denn suche. „Ich finde Ihr Blutröhrchen nicht mehr!“ so sein Kommentar. „Haben Sie im Täschchen geschaut?“ Er bejaht, schaut nochmal hinein, Fehlanzeige, hm, er wirkt ratlos, kontrolliert nochmal den Abfalleimer und – siehe da – findet mein Röhrchen. Er ist erleichtert. Ich hatte ihm da schon vorgeschlagen, dass wir sonst eben nochmal Blut abnehmen, wenn das Röhrchen nicht mehr auftauchen sollte.

Er hält inne und schaut mich nachdenklich an: „Sie haben mich gerade echt runtergeholt!“ Er klingt ruhiger, entspannter, und ich freue mich für ihn. Hammer, dass eine zwischenmenschliche Geste und meine Anteilnahme so viel in dem Moment für ihn bewirkt haben.

Beim Verabschieden wünscht er mir noch einen schönen Tag und – frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr, sollten wir uns vorher nicht mehr sehen. Sehr nett, ich wünsche ihm das ebenso.

Mein Herz hüpft, diese Episode hat mich im Inneren berührt und mir gezeigt, dass es oft schon die kleinen Dinge sind, die etwas in unserem Miteinander verändern und uns wieder menschlich einander begegnen lassen!

In diesem Sinne wünsche ich Dir von Herzen in der nächsten Zeit berührende Momente im Miteinander,

Deine Martina

26. November 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

brauchen wir nicht alle etwas Hoffnung? Oder zumindest ein Ohr, das unseren Sorgen zuhört?
In den letzten Tagen habe ich mehrfach Gespräche mit betroffenen Frauen geführt, die unter ihrer schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter sehr leiden. Das hat mich nachdenklich gemacht, ich kenne diese Themen aus eigener persönlicher Erfahrung und es hat seinen Weg gebraucht…
Was soll ich sagen? Ich habe gestern kurzerhand eine neue Facebook-Gruppe gegründet, sie heißt „Deine Mutter und Du“ und richtet sich an Frauen, die eine schwierige Beziehung zu ihrer Mutter haben, unter der sie leiden. Wenn Dich das Thema interessiert und Du den Austausch mit anderen suchst, die in einer ähnlichen Lage sind, dann stelle einfach eine Beitrittsanfrage. Als Systemischer Coach begleite ich die Fragen und Euch in der Gruppe mit Hintergrundwissen zum System Familie und mit Impulsen für mögliche Wege des Umgangs mit der eigenen Mutter – ich habe die Gruppe gegründet, um Frauen zu unterstützen, damit es ihnen in ihrem Leben wieder besser geht.
Außerdem seid ihr immer herzlich eingeladen, meiner Facebook-Seite Hübschen Coaching ein „Gefällt mir“ zu schenken, darüber würde ich mich echt freuen! Lieben Dank schon mal im Voraus. In dieser Gruppe teile ich Beiträge zu Umbruch & Veränderung, neueste Videos zu Coachingthemen u.a., Newsletter, beantworte Eure Fragen gerne, usw.
Wer mag, den nehme ich gerne in meine Gruppe auf, Du schickst mir vorher eine Freundschaftsanfrage und ich kann Dich einladen.
Euch allen hier einen schönen, wenn auch kalten Tag.
Herzliche Grüße,
Martina

 

01. November 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

immer wieder höre ich, dass Menschen alte Sprüche von früher, die ihnen regelrecht „eingeimpft“ wurden, damit sie in Fleisch und Blut übergehen, auf den Nerv gehen und sie belasten. Und vor allem halten diese Sätze viele Menschen oft von ihrer Freiheit und Selbstbestimmung und ihren Zielen im Leben ab.

Doch was hat es damit genau auf sich? Die Rede ist von so genannten GLAUBENSSÄTZEN.

Was sind Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind Sätze, die wir in der Kindheit bzw. in der Jugend verinnerlicht haben, die zu uns von Erwachsenenseite (meist von den Eltern, Lehrern, o.ä.) mitgegeben wurden und uns nachhaltig geprägt haben.

Beispiele für Glaubenssätze sind:

  • „Du musst kleine Brötchen backen.“
  • „Da musst Du eine Faust in der Tasche machen, wenn Dir was nicht gefällt.“
  • „Das lernst Du eh nicht.“
  • „Frauen sind nicht für diesen Beruf gemacht.“ Es gibt noch unzählige andere!

Du spürst bzw. weißt schon, dass ein bzw. mehrere Glaubenssatz/-sätze bei Dir „aktiv“ sind und Dich in Deinem Handeln und Denken beeinflussen? Wunderbar, diese Erkenntnis wird Dein Richtschnur sein, Dich von dem alten, ungewollten Glaubenssatz zu lösen.

Ein Tipp, Glaubenssätze zu verändern ist sie umzuwandeln, d.h. Du verwandelst die negative Botschaft in eine positive, siehe an folgendem Beispiel:

  • „Du musst kleine Brötchen backen“ lässt sich in folgenden positiven Glaubenssatz umwandeln
  • „Ich weiß, was ich kann und kann souverän damit umgehen.“

Ich lade Dich ein, darüber einmal nachzudenken, welcher Glaubenssatz bei Dir aktiv ist? Wie wirkt er sich in Deinem Alltag/ Leben aus? Und wie gehst Du damit um?

Interessante Erkenntnisse wünscht Euch

Eure Martina

 

27. Oktober

Liebe Leserinnen und Leser,

Chancen & Möglichkeiten

 
kennst Du das Gefühl? Es ist kompliziert und Du fühlst Dich in einem Wirrwarr wie in einem Strudel, weißt nicht, was Du tun sollst, um klar zu sehen? 
Dabei liegt die Lösung oft genau da, wo wir sie am wenigsten vermuten.
Wo stehst Du gerade? Hast Du eine Herausforderung, vor der Du aktuell stehst?
Was wünschst Du Dir, um sie besser bewältigen zu können?

Du möchtest ein Gespräch mit mir und einen ersten Impuls dazu? Dann schreibe mir gern eine Nachricht mit Deiner Herausforderung an

[email protected]

Du möchtest lieber dazu kostenfrei telefonieren oder eine Zoom-Sitzung (bis zu einer halben Stunde), um mit mir persönlich darüber zu sprechen? Ich freue mich auf Dich und Dein Thema.

Eure Martina

19. Oktober 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

Liebe Leserinnen und Leser,
heute Morgen habe ich zum Start in den Tag bewusst meditieren wollen.
Die ausgewählte Meditation hat mir MEIN Thema geschenkt und dazu passend folgende Fragen –
Wo möchtest Du in 3 Jahren stehen?
Wo lebst Du dann?
Was machst Du konkret?
Mein Inneres hat klare Antworten gehabt.
Ganz ehrlich? Ich will meinen WEG zum ZIEL schon jetzt ins neue Jahr 2021 und natürlich darüber hinaus gehen.
Dazu gehört:
MENSCHEN auf ihrem Weg der Veränderung beruflich wie privat zu begleiten und zu unterstützen und ihre Fortschritte mitzuerleben.
Das erfüllt mich mit Freude.
Und das tue ich bereits in Einzel- und Teamcoachings. Das möchte ich noch mehr tun, mit mehr Fokus auf meiner Praxis und dem für meine Klienten stimmigen Ambiente.
Und wie ist es bei Dir? Bleibst Du Deinem Weg treu?
Was hält Dich noch zurück, ihn zu gehen?
Was wünschst Du Dir, traust Dir aber noch nicht zu, es umzusetzen?
Kommentiert gern EUREN Status, wo IHR steht aktuell.

Herzliche Grüße

Eure Martina Hübschen

Oktober 2020

Es ist an der Zeit, sich intensiver mit dem Thema Team und Teamwork auseinanderzusetzen. Denn wenn Teams keine echten oder schlechten Teams sind verlieren viele Unternehmen auf diesem Terrain nicht nur wertvolle Zeit, sondern leider auch Ressourcen in Form von Geld und kostbarem Mitarbeiterpotenzial aufgrund schwindender Mitarbeitermotivation und verstärkter Resignation im vermeintlichen Team. Daher wage ich heute einen Blick auf folgende Themen:

Wann ist ein Team ein Team?

Ist doch klar, wenn alle respektvoll, wertschätzend, ehrlich miteinander arbeiten und sich gegenseitig unterstützen, wo es gefragt ist. Und für die gleiche Sache arbeiten und nicht für das eigene Karriereziel oder aus anderen egoistischen Gründen.

Eine Gruppe von Kollegen, wo man spürt, dass sich manche mögen, andere zumindest schätzen. Dass nicht jeder mit jedem befreundet sein wird, ist auch menschlich. Dafür ist jeder unterschiedlich.

Toll und wichtig für die Arbeitsatmosphäre ist der Humor, zusammen zu lachen entspannt nicht nur, sondern bringt Freude und gute Laune. Das Plaudern über Projekte, Themen der Arbeit, aber auch über gemeinsame Interessen, Familie usw. hilft eine Beziehung zueinander aufzubauen und auf dieser Basis weiter zu pflegen. Wenn man jemanden mag und wertschätzt, arbeitet man automatisch anders zusammen. Das wiederum wirkt sich positiv auf die Arbeit und Prozesse aus.

Wann ist ein Team Kein Team?

Leider erlebe ich viel zu oft, dass sich unter dem Deckmantel des Wortes „Team“ eine Schicksalsgemeinschaft von Einzelkämpfern oder gar Narzissten tummelt, die sich aufgrund gleicher Beweggründe zusammengerottet haben und stock und steif aneinander festhalten.

Ein Team ist gerade auch dann kein Team, wenn die Einzelnen gegeneinander und für ihre eigene Sache nur arbeiten und sich engagieren.

Ach ja, und ein Team ist natürlich auch keins, wenn sich manche abrackern für die gemeinsame Sache und andere nur ihre eigene Karriere und deren Erreichung im Sinne haben. Oft zu finden ist hier der Typus des Wichtigtuers, der alle an die Wand redet, oder der des Schleimers, der akrobatisch auf der Welle der Führungskräfte versucht mitzusurfen.

Wie kann man ein Team zu einem Team machen?

Indem man bei der Zusammensetzung darauf achtet, dass sich eine heterogene Gruppe bildet bestehend aus Menschen mit verschiedenen Persönlichkeitstypen, die sich gut ergänzt und nicht kannibalisiert, wie es oft bei homogenen Gruppen der Fall ist. Also es macht Sinn, kreative, gewissenhafte, innovative und weitere Persönlichkeitstypen als ein Team zusammen zu führen. Dann können die Einzelnen von den vielfältigen Stärken der anderen profitieren und sich gegenseitig bereichern, um gemeinsam zu einem gut interagierenden Team zusammen zu wachsen.

Und es fehlt hier noch das adäquate Rollenverständnis der Führungskraft. Maßgeblich für den Erfolg ihrer Aufgabe ist, die Stärken der Mitarbeiter sicher zu kennen, zu schätzen und zu fördern. Ähnliches gilt für die Schwächen, darauf hinzuwirken, dass diese schwächer werden. Sie hat Menschenkenntnis und ist in der Lage, an ihrem Gegenüber die Ressourcen fachlich wie menschlich zu entdecken, um zu entscheiden, mit wem sie ein Team formen möchte.

Und eine gute Führungskraft zeigt Präsenz, wenn sie von Nöten ist, ohne die Eigenverantwortlichkeit der einzelnen Teammitglieder zu minimieren. Sie kann Konflikte moderieren und ist immer an einer Lösung interessiert, die das Miteinander des Teams verbessert. Denn nur ein gut kooperierendes Team ist ein handlungs- und leistungsfähiges sowie effizientes Team.

„Effektiv ist, die richtigen Dinge zu tun. Und die Effizienz ist, die Dinge richtig zu tun. Das Verhältnis zwischen Effizienz und Effektivität ist die Produktivität.“ Das ist doch eine Maxime, die den Teamleitgedanken gut transportiert.

Wie kann man noch ein Team zu einem Team machen? Indem man auch in Zeiten von Corona versucht, die zwischenmenschliche Komponente nicht zu kurz kommen zu lassen. Hybride Konferenzen sind praktisch via Zoom, Teams, etc., und hier ist das Tool des Live Chats zum Austausch eine klasse Geschichte, um zumindest virtuell miteinander ins Gespräch zu kommen, auch wenn man nicht gegenüber am Tisch sitzt. Wir Menschen sind Herdentieren und brauchen das soziale Miteinander. Daher verabreden Sie sich mit Kolleginnen/ Kollegen zum virtuellen oder realen Lunch oder zur Kaffeepause unter Einhaltung der notwendigen Hygienevorschriften wie Abstand etc.

Ich wünsche in diesem Sinne einen proaktiven Austausch miteinander und eine gute Zusammenarbeit,

Ihre und Eure Martina Hübschen

23. März 2020

Liebe Leserinnen und Leser in Zeiten der CORONA – KRISE,

In Zeiten des Coronavirus wächst die Verunsicherung unter den Menschen.

Grundlegende Werte wie Gesundheit, soziales Umfeld, Arbeit und viele mehr werden auf den Kopf gestellt. Viele haben Angst, ernsthaft krank zu werden, ihre Arbeit zu verlieren, kein persönliches soziales Umfeld mehr zu erleben durch die Maßnahmen der Krisenintervention zur erhofften Virus-Eindämmung.

Die Welt erfährt einen radikalen Wandel. Was bislang selbstverständlich war, sich frei überall und jederzeit hinbewegen zu können, ist nun nicht mehr möglich.

Jobs und Gehälter erleiden Erschütterungen. Wie wird die Welt nach Corona sein? Wie werden wir arbeiten? Was wird unser Leben bestimmen? Rauschen wir wie vor fast einem Jahrhundert in eine Zeit der wirtschaftlichen Rezession mit allem, was an Entbehrungen dazugehört?

Fragen über Fragen kommen uns in den Kopf. Wir werden mehr auf uns selber zurück geworfen, wer wir sind, was wir sinnvoll erachten, was unser Leben wirklich lebenswert macht, was wir lieben.

Wenn Sie in diesen unsicheren Zeiten einen Lotsen an Ihrer Seite suchen, mit dem Sie an sich und Ihren Zielen für „die Zeit danach“ arbeiten wollen, mit dem Sie einen Blick in die Zukunft, wie Sie für Sie sein könnte, wagen wollen, rufen Sie mich gerne an unter 01520/ 38 100 30 oder schreiben mir an [email protected]

Herzliche Grüße

Ihre Martina Hübschen

Januar 2020

Liebe LeserInnen,

das Goldene Zeitalter, ein neues Jahrzehnt, liegt vor uns,

neue Chancen, neue Herausforderungen liegen vor uns.

Unwillkürlich muss ich an das Golden Age der 20ies des 19. Jahrhunderts denken, alles war möglich…

Wilde Ausgelassenheit die die 20iger Jahre vor 100 Jahren geprägt haben.

Mehr denn je, heißt es wach und achtsam durch das Leben zu gehen und den Anderen zu begegnen.

Mischen wir uns ein, bewahren wir Zivilcourage, reflektieren wir unseren Anteil, kurz – seien wir präsent!

Es ist eine neue Ära, loszulassen, neu zu starten, mit Elan weiter zu gehen, was auch immer uns und unser Menschsein betrifft.

Gehen wir es an, das neue Jahr 2020!

Ihnen alles Gute, Glück und Gesundheit für den Beginn dieses Jahrzehnts

wünscht Ihnen

Martina Hübschen

Persönlichkeits- und Karrierecoach, PR-Beraterin, Dozentin & Journalistin

14. Dezember 2019

Die Kraft von Intuition und Achtsamkeit

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist Samstag, der 14. Dezember. Puh, Glück gehabt, Freitag, der 13. Ist vorbei ohne Zwischenfälle.

Weil ich hier und da vielleicht auch auf meine innere Stimme gehört habe? Die sagte mir gestern, fahr besser noch im Hellen einkaufen, das ist besser… Diese innere Stimme ist leise und wir hören sie nicht dröhnend wie so mancher Konsumkrach in der manchmal leider nicht so besinnlichen Weihnachtszeit.

Doch wenn wir hinhören und andere Menschen ehrlich ansehen, erkennen wir, was dieser Tage und überhaupt im Alltag wirklich wichtig ist: Einem älteren Menschen, der im Regen einem entgegenkommt, ein Lächeln geben. Sich eine Minute Zeit nehmen, um ein Kind an der Hand seiner Mutter zu beobachten, wie es süß vor sich hinplappert in seiner ganz eigenen Welt. Ein Gespräch mit dem Zeitungsboten anfangen, den man noch nicht kennt, aber dem man ansieht, dass er es nicht leicht im Leben hat und trotzdem so gut es geht seiner Arbeit nachgeht.

Viele Menschen nehme ich erst bewusst wahr, wenn ich achtsam bin. Und wenn ich mir einen Augenblick der Stille verschaffe, indem ich zum Beispiel für einen Moment die Augen schließe, um meiner Intuition Gehör zu schenken und aufmerksam mir selbst gegenüber zu sein. Erst dann kann ich auch anderen Achtsamkeit entgegenbringen und innehalten, um genauer hinzusehen, wer mir da gerade begegnet.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen besinnlichen 3. Advent und Momente, in denen Sie innehalten, um ihr Herz ein Stück weit zu öffnen für den Frieden, den Weihnachten uns Menschen bringen möchte.

Ihre Martina Hübschen

Samstag, 04. Mai 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

in den vergangenen Jahren hat sich ein Zauberwort bei vielen Firmen herauskristallisiert – der Interim Manager, die galant anmutende Lösung, um etwa Übergänge zwischen altem und neuem Stelleninhaber oder Ausfall der Führungskraft wegen Krankheit zu überbrücken.

Egal, welcher Bereich oder Branche, ein Interim Manager ist wie ein/e Feuerwehrmann oder -frau oft fix zur Stelle, um die temporäre Lücke in einem Unternehmen zu füllen.

Interessant dabei ist der Umgang mancher honoriger Interim Personalberatungen mit potenziellen Kandidaten, und ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Erst erfolgt das gängige Matching-Prozedere (passt das Profil des Kandidaten zu dem Anforderungsprofil des Kunden?). Wenn man das überstanden hat und eine Runde weiter ist, geht es um das Vorstellen beim Kunden. Wenn man nach der ersten Ping-Pong-Kommunikation dann vertröstet wird mit dem Satz „Der Kunde hat sich noch nicht geäußert.“ ist das noch in Ordnung. Aber wenn die Verschieberitis über viele Wochen geht, macht sich auch eine Personalberatung etwas unglaubwürdig.

Wäre es nicht professioneller und transparenter, den Grund der Warteschleife anzudeuten, sei es, dass ein Entscheidungsträger nicht im Hause weilt, etc. pp.? Ich fände das deutlich angebrachter.

Ebenfalls interessant wird es, wenn dann nach längerer Hinhaltetaktik, als solche muss man diese als Kandidat wahrnehmen, wenn man nix erfährt, dann urplötzlich Bewegung wieder in die Stellenbesetzung kommt und verlautet wird: „Der Vorstand würde Sie gern via Skype-Interview kennen lernen“. Dumm nur, wenn dabei noch nicht mal auf die Terminvorschläge eines Kandidaten eingegangen wird und/ oder dass dieser mitunter nicht sofort „Juchhei“ schreit. Schließlich kann ein Interim Kandidat meist auch nicht ewig warten bis zum Match. Im Gegenteil, wie die Personalberatung hat auch er im besten Fall mehrere Angebote auf dem Tisch.

Und wer soll nun sein Herzblatt, pardon Interim Anbieter, sein? Doch gewiss eher der Anbieter, der zeitnah agiert, ihn auf dem Laufenden hält oder zumindest den Kontakt auch in einer Wartephase beibehält. Das ist guter Ton. Sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ist es aber nicht immer, leider. Zum Glück habe ich auch gute Erfahrungen machen dürfen. Es ist wie überall, es gibt eben auch schwarze Schafe in einer Branche.

Und wie sind Ihre Erfahrungen mit Interim Personalberatungen? Wenn Sie diese teilen mögen, schreiben Sie mir gerne eine Nachricht an [email protected]

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende!

Ihre Martina Hübschen